Digitalisierung im Marketing (1/5): Internetseite und E-Mail-Kommunikation

INTERNETSEITE
Ein absolutes Muss in Sachen Digitalisierung ist die zeitgemäße, informative und ansprechende Webseite eines Unternehmens. Diese umfasst meiner Meinung nach im Jahr 2017 mindestens folgende Merkmale:

  • Zeitgemäß: Die Internetseite ist „responsive“, d.h. sie passt sich dynamisch der Displaygröße des Endgeräts (PC, Tablet, Smartphone) an. Somit werden die Inhalte für jedes Gerät optimiert dargestellt. Die Inhalte sind eher kurz als lang oder bei ausführlicheren Inhalten stufenweise strukturiert, denn vor allem in der immer häufiger genutzten mobilen Ansicht will der Nutzer schnelle, gut zugängliche Informationen. Für Mobilgeräte optimierte Inhalte werden in der Google-Suche bevorzugt.
  • Informativ: Der Kunde findet auf der Webseite die Informationen in übersichtlicher Form, die er sucht – die Webseite sollte also dringend mit Blick durch die Kundenbrille konzipiert werden. Dabei gilt fast immer – siehe oben: „Weniger ist mehr“.
  • Ansprechend: Damit meine ich sowohl das Design, die Benutzerführung wie auch die inhaltliche und emotionale Botschaft, die rüberkommt. Ihre Zielgruppe muss sich von Ihrer Internetseite angesprochen fühlen. Nur dann kann die Internetseite ein hilfreiches Informations- und Verkaufsinstrument sein.
  • Professionell: Außer Sie sind Profi in einem der folgenden Bereiche – versuchen Sie’s nicht selber zu machen! Das gilt für jeden Aspekt der Webseite, sprich Konzeption, Design, Programmierung, Fotos, Texte, Suchmaschinenoptimierung. Sie verschwenden Ihre wertvolle Zeit, die Sie sinnvoller für Ihr Kerngeschäft einsetzen könnten, für ein allenfalls mittelmäßiges Ergebnis.
  • Nicht zuletzt: Zu „professionell“ gehört auch, dass Ihre Webseite alle rechtlichen Anforderungen erfüllt, z.B. Impressum, Datenschutz usw.
  • Wenn das Internet ein bedeutsamer Kanal für Ihre Kundengewinnung sein soll, ist darüber hinaus gezielte Suchmaschinenoptimierung (SEO) unerlässlich. Das „Kleine 1×1 der Suchmaschinenoptimierung“ mit einfachen On-Page-Maßnahmen sollte für jede Webseite ohnehin Standard sein.

Eine interessante Ergänzung der Webseite kann ein eigener Blog sein, in dem Sie regelmäßig Aktuelles, Wissenswertes, spannende Hintergrundinfos aus Ihrem Fachbereich schreiben, um Ihren Lesern Mehrwert zu bieten und einen Anreiz zu wiederkehrenden Besuchen zu schaffen. Außerdem wirkt sich ein (guter und regelmäßig bestückter) Blog positiv auf Ihre Suchmaschinenplatzierung aus. Ein Blog erfordert allerdings ein durchdachtes Konzept, eine klare Ausrichtung auf die Zielgruppe und nicht zuletzt Zeit, damit er ein zielführendes Marketinginstrument ist.

Diese fünfteilige Artikelserie ...
beschäftigt sich mit konkreten Anknüpfungspunkten in Sachen Digitalisierung im Marketing für kleine Unternehmen. Zur Einleitung und Übersicht aller fünf Artikel geht’s hier.

E-MAIL-KOMMUNIKATION
Allzu oft erlebe ich es leider bei kleinen Unternehmen, dass die E-Mail-Kommunikation alles andere als professionell ist. Gerade bei einem Erstkontakt per Mail lässt eine schlampige Korrespondenz einen potentiellen Kunden unerwünschte Rückschlüsse auf die Qualität Ihrer Kernleistung ziehen. Also was bedeutet professionell?

  • Antworten Sie in angemessener Reaktionszeit, zumindest mit einer kurzen vorläufigen Antwort, wenn das eigentliche Anliegen nicht so schnell bearbeitet werden kann. Werktags darf ein Kunde heutzutage auf eine E-Mail-Anfrage binnen 24 Stunden eine Rückmeldung erwarten.
  • Achten Sie auf die ordentliche äußere Form, d.h. Anrede am Anfang, Grußformel am Schluss, Text in korrekter Groß- und Kleinschreibung, Satzzeichen, verständliche, ausformulierte Sätze oder übersichtliche Aufzählungen.
  • Setzen Sie ans Ende Ihrer Mail eine Signatur, die wichtige Kontaktdaten übermittelt und den rechtlichen Anforderungen an eine E-Mail-Signatur genügt.
  • Wenn Sie mehrere Tage außer Haus oder im Urlaub sind, setzen Sie eine automatische Abwesenheitsnotiz ein. Auch diese sollte von der äußeren Form her ansprechend sein.

Damit Sie den Überblick behalten, was Sie mit welchem Adressaten an Informationen per E-Mail bereits ausgetauscht haben und wann, empfiehlt es sich, die Mailkorrespondenz mit einer CRM-Software zu verknüpfen (CRM = Customer Relationship Management; mehr dazu in Teil 3 dieser Serie).

ÜBRIGENS: Wie Sie konkret Ihr Projekt „Digitalisierung“ beginnen können, erläutere ich Ihnen im letzten Teil der Serie, nachdem Sie die verschiedenen möglichen Ansatzpunkte kennengelernt haben.

Alle Artikel der Serie:

02.05.2017 | Einleitung
02.05.2017 | (1/5) Internetseite und E-Mail-Kommunikation
09.05.2017 | (2/5) Social Media, Onlineverzeichnisse und Bewertungsportale
16.05.2017 | (3/5) CRM und Datenauswertung
23.05.2017 | (4/5) Weitere Möglichkeiten
30.05.2017 | (5/5) Ganz konkret – Wie fange ich an?