„Ich weiß nicht, was ich machen soll…“

Nein, es geht nicht darum, dass ich Ratschläge für eine Situation brauche, in der ich selber nicht mehr weiter weiß. Es geht um den beneidenswerten Zustand, mal nix zu tun zu haben.

Auslöser für diesen Blogpost war folgende Geschichte: Weil  die Nachbarstochter (ca. 12 Jahre) uns letztes Wochenende geholfen hatte, habe ich mich vor einigen Tagen nochmal bei ihr bedankt, dass sie uns ihre Zeit geschenkt hat. Ihre Antwort: „Kein Problem, ich hab eh grad nicht gewusst, was ich machen soll.“

Dieser Satz hat bei mir einiges Nachdenken ausgelöst… Wann gab’s bei mir diesen Zustand zuletzt? Keine Verpflichtungen, keine Aufgabenlisten, kein Freizeitprogramm? Nicht wissen, was ich machen soll? Gibt’s das im Erwachsenenalter überhaupt noch, oder gibt man einen solch beneidenswerten Zustand mit dem Ende der Kindheit ab? Oder ist der Zustand gar nicht so beneidenswert, weil man ja „Lebenszeit vergeudet“?

Viele Fragen, zu denen sich jeder seine eigenen Gedanken machen kann. Für mich jedenfalls bleibt eine Erkenntnis: Dass ich mal nicht weiß, was ich machen soll bzw. könnte, wird kaum mehr passieren. Aber dass ich immer mal wieder Pausen mache, in denen ich einfach bewusst nichts mache, das kann ich mir auf jeden Fall vornehmen!

Die Urlaubszeit ist die beste Zeit, damit anzufangen – in diesem Sinne: Schönes Nichtstun wünsche ich!