Schöner Flyer, nix verkauft: Warum buntes Papier und schöne Bildchen nicht genug sind

160302_nutzenstattbeschreibenDieser Tage erhielt ich eine Anfrage, die vorhandenen Texte für einen grafisch schon weitestgehend fertig entwickelten Imageflyer eines Heilpraktikers noch etwas „werblicher“ zu gestalten. Ein kurzer Blick auf den Flyerentwurf und es war klar: Ein bisschen Texttuning bringt hier nicht viel, hier muss man drei Schritte zurückgehen und das inhaltliche Konzept (und in der Folge natürlich auch die Optik) völlig neu entwickeln, damit ein wirkungsvoller Flyer entsteht.

Denn was ist das Problem? Nicht nur bei diesem Heilpraktiker, sondern leider viel zu oft – gerade bei Imageflyern von Freiberuflern in Gesundheitsberufen, von Trainern, Coaches etc.? Der Flyer beschreibt nur, er verkauft nicht. Er ist nicht aus Sicht der potentiellen Kunden konzipiert und getextet, sondern aus Sicht des Werbenden. Da werden Leistungen aufgelistet, Methoden beschrieben, Qualifikationen aneinandergereiht, aber mit keinem Wort wird der Nutzen für den Kunden formuliert.

Dabei sind Imageflyer gerade bei Freiberuflern oft das einzige Printmedium zur Unternehmenspräsentation, sie sollten den Werbenden also zielsicher positionieren und beim potentiellen Kunden bestmöglich Interesse wecken und den „Genau-das-brauche-ich“-Reflex auslösen.

Wie Sie vorgehen, damit Ihr Imageflyer diese Ziele erreicht:

  1. Erarbeiten Sie als erstes die folgenden Fragen. Am besten gemeinsam mit einem Marketingberater, der die Kundenperspektive einnimmt und kritisch nach- und hinterfragt. Welchen Nutzen bieten Sie Ihren Kunden? Welches Kundenproblem lösen Sie besonders gut? Was hat der Kunde davon, wenn er zu Ihnen kommt? Das muss die Kernbotschaft für Ihren Flyer sein.
  2. Auf Basis dieser Antworten entwickeln Sie ein inhaltliches Konzept und eine Struktur für den Flyer. Am besten im Dreier-Teamwork mit Marketingberater und Grafiker, denn dann kommen alle Perspektiven, Anforderungen und vielfältige Ideen zusammen.
  3. Nun können Sie basierend auf Art und Umfang des Konzepts eine erste Textversion in passender Länge schreiben. Oder noch besser: Von einem professionellen Texter schreiben lassen.
  4. Dann erst ist es sinnvoll, dass der Grafiker mit der detaillierten Gestaltung, Fotoauswahl, Entwicklung von Imagegrafiken, Icons usw. loslegt.
  5. Zu guter Letzt kommt schließlich das Feintuning von Text und Optik.

Auf dass schließlich ein richtig toller Flyer in Druck geht, der nicht nur schön aussieht, sondern den Werbenden auch optimal präsentiert und verkauft.