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Mitarbeiter gesucht: So bewerben sich die Richtigen

Kürzlich ging eine außergewöhnliche Stellenanzeige durch die Sozialen Netzwerke: Ein Unternehmen suchte in tiefstem Dialekt nach einem „Baggor-Fahror“ und einem „Laschdwaga-Fahror“. Diese Stellenanzeige hat geschafft, was vielen nicht gelingt: Aufmerksamkeit zu erzielen und dem Unternehmen einen einzigartigen Charakter zu geben. Und damit genau die Bewerber anzulocken, die sich mit diesem Charakter identifizieren können und so mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zum Unternehmen passen werden (fachliche Eignung vorausgesetzt).

Eine Stellenanzeige hat nämlich ganz viel mit Marketing zu tun:

Zielgruppenorientierung: die anziehen, die Sie haben wollen
Welche Bewerber will ich ansprechen? Genau die müssen sich vom Stil, von den Informationen, vom Gesamteindruck der Stellenanzeige auch angesprochen fühlen! Überlegen Sie sich, wie Ihr idealer Bewerber aussieht, auf was er optisch und inhaltlich wohl „anspringt“. Nutzen Sie diese Erkenntnisse als Grundlage bei der Entwicklung der Stellenanzeige.

Klare Positionierung: sich durchgängig klar und mit Profil präsentieren
Wie präsentiert sich Ihr Unternehmen in der Außenkommunikation, sei es im Internet, in Werbeanzeigen, in der Öffentlichkeitsarbeit? Dieses Bild sollte sich auch in der Stellenanzeige widerspiegeln. Denn wenn die Stellenanzeige versucht, ein ganz anderes Bild zu zeichnen als das, was über andere Kanäle kommuniziert wird, ist das unglaubwürdig. „Wie sind die denn nun wirklich?“ wird sich ein potentieller Kandidat fragen und womöglich aufgrund der widersprüchlichen Informationen und der daraus entstehenden Unsicherheit von einer Bewerbung absehen.

Je präziser Ihre Stellenanzeige, desto passender werden die Bewerbungen sein. Wenn Ihre Anzeige unkonkret und allgemein ist, kriegen Sie vielleicht haufenweise Bewerbungen, haben aber damit v.a. viel Arbeit des Aussortierens. Mehr geeignete Kandidaten sind deswegen vermutlich nicht darunter.

So können Sie ganz konkret vorgehen:

1) Überlegen Sie sich: Wen will ich haben? Wen nicht? Welche Informationen sind für die Zielgruppe, die ich suche, wichtig und interessant? Versetzen Sie sich in die potentiellen Bewerber hinein!

2) Welches Bild von Ihrem Unternehmen möchten Sie abgeben? Passt das zu Ihrer sonstigen (Marketing-)Positionierung? Denken Sie an den „Laschdwaga-Fahror“ und geben Sie auch Ihrem Unternehmen Charakter!

3) Und nun gliedern Sie die gesammelten Inhalte in den klassischen „Stellenanzeigen-Dreiklang“:

  • Die Stelle/Ihre Aufgaben
  • Wir erwarten/Das bringen Sie mit
  • Wir bieten

Ob Sie diese Dreiteilung tatsächlich in der Anzeige auch genau so umsetzen oder Teile zusammenfassen bzw. aus triftigem Grund anders gliedern, ist zweitrangig. Wichtig ist, dass der Bewerber zu all diesen Bereichen Informationen in der Anzeige findet. Zudem sollte – meist am Anfang oder am Ende einer Stellenanzeige – ein kurzes Porträt Ihres Unternehmens in ein oder zwei Sätzen stehen. Und am Ende natürlich die Kontaktdaten, ggf. unter Angabe des bevorzugten Bewerbungswegs (Post, E-Mail).

Hilfreich kann es sein, eine Kurz- und eine Langversion der Anzeige zu texten. Die kurze (knackige, bei der Zielgruppe Neugier weckende!) für Printanzeigen, wo jeder Quadratzentimeter Geld kostet. Und die längere für Ihre Webseite bzw. für Onlinestellenanzeigen, wo Sie mehr Spielraum in Sachen Platz haben.

Und wenn Sie sich unsicher sind: Lassen Sie sich vom Profi helfen – es zahlt sich in der eingesparten Zeit bestimmt wieder aus.