Es war viel, manchmal zu viel, das vergangene Jahr. In meiner Jahresreflexion hat sich ganz deutlich gezeigt, dass ich noch viel mehr Fokus auf einige wenige Dinge legen darf. Und andere dafür loslassen, sein lassen. Beruflich und privat.
Da passt wunderbar mein Leitgedanke 2026 dazu, der um den Jahreswechsel zu mir gekommen ist: Entscheidungen.
Seit 2015 mit Leitstern durchs Jahr
Ein Leitgedanke begleitet mich mittlerweile schon seit 2015, also über 10 Jahre (wow, da bin ich gerade selber ganz geflasht!) durchs Jahr. Er kommt ganz intuitiv, klopft erst mal an, geht mit mir in den folgenden Tagen immer wieder in Dialog, und wenn sich das gut anfühlt, dann weiß ich „Der ist es“. Dann darf er bleiben, als eine Art Leitstern durchs ganze Jahr.
Wenn Du neugierig auf die „alten“ Leitgedanken bist, dann gib einfach mal oben in der Suche (Lupe) „Leitgedanke“ ein, wenn Du hier mit dem Lesen fertig bist ;-)
Warum 2026 Entscheidungen?
Entscheidungen verstehe ich nicht als Druck „ich muss jetzt entscheiden“, sondern vielmehr als Haltung „ich habe Entscheidungsmöglichkeiten und bin mir dieser Spielräume bewusst“. Ich will 2026 nicht „geschehen lassen“, sondern gestalten. Und zwar in allererster Linie aus Liebe zu mir. Und daneben für meine Ziele, private wie berufliche, zu denen ich aktiv hingehen will.
Entscheidungen bringen Freiheit
Mit jeder Entscheidung schaffe ich Klarheit. Statt weiter „in der Luft zu hängen“, setze ich bewusst einen Punkt, beende „open loops“ und sorge so für mehr mentale Ruhe und Klarheit. Indem ich entscheide, statt ewig zu zögern, schenke ich mir Freiheit.
Entscheidungen erfordern Bewusstsein
Jede Entscheidung darf bewusst getroffen werden. Denn allzu oft entscheiden wir unbewusst – meist durch „Nicht-Entscheiden“ und weitermachen wie bisher. Daher möchte ich 2026 viel öfter bewusst wählen: Sage ich ja, nehme ich etwas bewusst an, oder sage ich nein und lasse etwas bewusst los? Dabei leitet mich (siehe oben „Liebe zu mir“) die Frage „Was tut mir gut?“.
Entscheidungen fördern Fokus
Indem ich mich entscheide, fokussiere ich mich auf das, was mir wirklich wichtig ist. Auf Ziele oder Projekte, die ich mir bewusst gesetzt habe. Entscheiden heißt auch Nein sagen, loslassen, verzichten, im Dienst des großen Ziels.
Bewusst weg vom „sowohl als auch“
Ich habe die letzten Monate öfter den Satz gehört „Du musst Dich nicht entscheiden. Du darfst sowohl als auch haben.“ In manchen Bereichen ist das sicher richtig (z.B. darf ich sowohl Familie als auch Business haben, definitiv!). In vielen anderen ist allerdings weniger oft mehr. Daher plädiere ich für mehr „entweder oder“ statt „sowohl als auch“ – nicht als kategorische Haltung, sondern als bewusste Entscheidung: Braucht es beides? Funktioniert überhaupt beides? Ist beides machen/behalten eher eine Nicht-Entscheidung aus Angst, sich falsch zu entscheiden?
Entscheidungen trainieren Mut
Jede Entscheidung braucht Mut, denn jedes Ja zu einer Option ist ein Nein zu einer anderen. Mir hilft da meine Haltung, dass es keine falschen Entscheidungen gibt, sondern dass ich im Moment der Entscheidung immer bestmöglich entscheide, im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten. In der Rückschau wäre eine andere Entscheidung manchmal vielleicht „besser“ gewesen, aber eben erst mit dem Wissen zum Zeitpunkt der Rückschau. Also nehme ich es als Lernerfahrung für zukünftige Entscheidungen.
Und in den meisten Fällen, so meine Erfahrung, war es rückblickend besser, überhaupt mutig eine Entscheidung zu treffen, als weiterzumachen wie bisher.
Fragen zum Reflektieren
Ich nehme folgende Fragen zum Thema Entscheidungen mit ins Jahr 2026 – vielleicht lässt Du Dich ja auch von ihnen anstupsen:
- Wofür will ich mich konkret entscheiden – und wofür nicht?
- Welche Entscheidungen warten schon länger?
- Wie kann ich mein Bewusstsein für Entscheidungsmöglichkeiten stärken?
Zur letzten Frage ein Impuls: Ich notiere seit einigen Tagen in meiner Tagesreflexion am Abend eine Situation, in der ich bewusst eine Entscheidung getroffen habe. Dazu nutze ich übrigens die neue Wochenreflexions-Vorlage, die ich für mehr Klarheit in meiner Jahresreflexion entwickelt habe und die Du sehr gern auch nutzen kannst.

Entscheidungen im Business
Gerade im Business ist es wichtig, bewusst Entscheidungen zu treffen. Bestes Beispiel: Deine Positionierung!
- Zielgruppe? Wenn Du Dich für keine entscheidest, bist Du für niemanden relevant.
- Angebot? Wenn Du einen kunterbunten Bauchladen voller Zeugs vor Dir herträgst, wirst Du für nichts als Expert:in wahrgenommen.
- Einzigartigkeit? Wenn Du jedem gefallen willst, keine Haltung und Position einnimmst zu Themen, dann wirst Du nicht wahrgenommen.
ChatGPT hat es so formuliert: „Entscheidungen sind quasi das operative Herz Deines Positionierungs-Puzzles.“
Jenseits der Positionierung geht es weiter: Du darfst Dich bewusst für und gegen Kommunikationskanäle und Marketingmaßnahmen, bewusst für und gegen Angebote entscheiden. Auch ob Du Kund:innen annehmen willst oder nicht, darf jedes Mal eine Entscheidung sein.
Gute Entscheidungen brauchen eine Grundlage
Damit ich das Gefühl habe, ich treffe eine „gute“ Entscheidung, darf die Entscheidung gut vorbereitet sein. Ich verschaffe mir Klarheit über die Optionen und die möglichen Folgen, wäge Pros und Kontras ab. Und auch wenn ich da sehr strukturiert und strategisch vorgehe, indem ich diese sachliche Seite betrachte, höre ich auf mein Bauchgefühl. Diese Instanz hat definitiv bei jeder Entscheidung ein Mitsprache-, oder vielmehr sogar Vetorecht.
Drück Dich nicht, aber lass Dir ruhig helfen
Mein Prinzip ist Eigenverantwortung. Ich empfehle auch Dir, keine Entscheidungen abzuwälzen oder andere für Dich treffen zu lassen. Außer es geht um Themen, die nicht Deine Baustelle sind: Dann darf natürlich Deine Entscheidung sein, das Thema bewusst der verantwortlichen Person zurückzugeben.
Bevor Du eine Entscheidung triffst, kannst Du Dich neben der eigenen Abwägung auf dem Weg unterstützen auch lassen! Von Menschen
- die die richtigen Fragen stellen
- die Perspektivwechsel anstoßen
- die mit Expertise und/oder Erfahrungen weiterhelfen
Und – mit Vorsicht und Augenmaß – kann auch KI Dir bei der Entscheidungsfindung helfen, wenn Du Deine Eigenverantwortung im Blick behältst.
Strategische Begleitung für Businessentscheidungen?
- Wenn Du weißt, dass Deine Positionierung geschärft werden darf und dabei Entscheidungen anstehen
- Wenn Du eine Projekt- oder Angebotsidee hast und entscheiden willst, ob Du sie weiterverfolgst
- Wenn Du für dieses Jahr strategische Entscheidungen treffen willst
dann begleite ich Dich gern auf dem Weg zu dieser Entscheidung. Mit meinem strategischen Blick und Struktur, die ich in Dein buntes Gedankendurcheinander bringe. Mit den richtigen (und manchmal kritischen) Fragen. Mit Ermutigung und Bestärkung. Und immer mit DIR als Mensch und Persönlichkeit im Blick.
Sollen wir mal unverbindlich sprechen? Dann triff jetzt eine ganz und gar „ungefährliche“ Entscheidung: Hol Dir einen Termin für ein erstes, unverbindliches Gespräch mit mir und erzähl mir von Deinen Entscheidungs-Herausforderungen. Ich geb Dir Tipps und wir besprechen, wie ich Dich unterstützen kann.
Ein Jahr der bewussten Entscheidungen
Ich bin sehr neugierig, wie ich am Ende des Jahres auf meine Erfahrungen mit dem Leitgedanke „Entscheidungen“ zurückschaue. Ob es mir mit diesem Leitstern gelungen sein wird, öfter bewusst Ja oder Nein zu sagen, dem „Zu viel“ 2026 entgegenzuwirken und die Vielfalt meiner Entscheidungsmöglichkeiten in Selbstliebe zu nutzen?
Was nimmst Du Dir zum Thema „Entscheidungen“ für 2026 aus diesem Beitrag mit? Schreib’s mir gern in die Kommentare!







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