Wie geht ein guter Pitch? 6 Tipps für Deine begeisternde Kurzvorstellung

9. Februar 2026 | Elevator Pitch, Knowhow & Tipps

Elevator-Pitch-Expertin Evelyn Großmann in einem Vortrag

Wie geht ein guter Pitch? Was genau ist ein Pitch überhaupt? In meiner Definition hier und heute geht es weniger um den Elevator Pitch, den z.B. Startups vor Investoren halten, sondern vielmehr um den Pitch als Kurzvorstellung Deines Business, meist im Businesskontext, aber auch im privaten Umfeld, z.B. bei der Grillparty im Freundeskreis.

Du kennst das, dass Du bei diesen Gelegenheiten zwar irgendwas sagst über Dich und Dein Business, aber Dich hinterher oft ärgerst, weil Du mit dem Gesagten nicht zufrieden bist. Zu wischiwaschi, zu wenig spannend, verhaspelt, falsche Inhalte, zu lang, zu kurz … Du weißt schon. Und dann gibt es, gerade in Netzwerkrunden, Menschen, bei denen klingt das alles super. Man hängt der Person an den Lippen, man spürt die Energie, es bleibt was hängen – einfach wow!

So hättest Du’s auch gern, oder? Und gleichzeitig denkst Du wahrscheinlich „Dafür bin ich halt nicht gemacht“. Natürlich gibt’s Naturtalente, denen Charisma schon in die Wiege gelegt wurde. Aber auch wenn Du nicht zu denen gehörst, kannst Du Riesensprünge machen, was die Qualität und Wirkung Deines Pitches angeht, und in Zukunft Deine Zuhörer:innen in Deinen Bann ziehen!

Ich stelle Dir heute die wichtigsten Elemente vor, die Dein Elevator Pitch braucht, damit er zündet.

By the way, Pitch ist für mich kein auswendig gelerntes Sprüchlein, sondern ein flexibles Konzept. Mehr dazu noch weiter unten.

#1 It’s all about your energy

Wenn ich eins gelernt habe, seit ich mich mit dem Thema Elevator Pitch beschäftige, dann ist es das: Die richtige Energie, die eine Person ausstrahlt, schlägt immer den Inhalt! Wenn spürbar ist, was Dich antreibt, welche Begeisterung Du mit Deinem Thema verbindest, wenn Deine Augen strahlen und Dein ganzer Körper mitgeht, dann ist das viel wertvoller als jedes noch so perfekt ausformulierte Sprüchlein, das ohne Leidenschaft vorgetragen wird. Denn durch die Energie entsteht Verbindung zwischen Dir und Deinen Zuhörer:innen. Man verzeiht Dir unperfekten Inhalt oder kleine Holperer – hat aber auf jeden Fall durch die Energie Lust bekommen auf ein Gespräch mit Dir, in dem dann Raum für alles weitere ist.

Diese Energie, von der ich spreche, kommt aus Deiner inneren Haltung, und die kannst Du beeinflussen. Ob Du schon die ganze Zeit, während die Vorstellungsrunde läuft, denkst „Oh jeh, gleich bin ich dran, ich werd’s wieder versemmeln. Hoffentlich interessiert’s überhaupt jemanden, was ich sage.“ Oder ob Du denkst: „Yes, wie schön, gleich darf ich den Menschen wieder erzählen, wofür ich brenne, wie ich Menschen helfen kann, was ich für und mit ihnen bewegen kann.“ – beides spüren Deine Zuhörer:innen!

#2 Am Anfang entscheidet sich’s

In den ersten ein bis zwei Sätzen stellst Du die Weichen. Du kennst das, wenn Du selbst Zuhörer:in bist: Bei manchen Pitches weißt Du nach einem Satz, dass da nix Umwerfendes mehr kommen wird. Und andere ziehen Dich von Anfang an rein, bauen Spannung auf, machen neugierig.

Der Einstieg ist also ganz, ganz wichtig! Wie kannst Du Deine Zuhörer:innen abholen? Zum Beispiel mit einer Frage, die sie direkt in ihrer Lebenswelt abholt und zu Deinem Thema hinführt. Oder mit einem provokanten Statement. Oder einer kleinen Mini-Geschichte in ein bis zwei Sätzen. Danach geht’s dann über zum eher fakten-lastigen Mittelteil.

#3 Struktur macht’s leichter

Lege Dir ein Strukturgerüst (oder zwei verschiedene Optionen) zurecht, mit denen Du Deine ein bis zwei Minuten Pitch gliedern kannst. Das hilft Deinen Zuhörer:innen, weil sie sich gedanklich entlanghangeln können, und genauso hilft es Dir beim Reden, den Faden nicht zu verlieren. Zudem kannst Du zum Abschluss die Struktur nochmal aufnehmen und eine Art Kurzzusammenfassung liefern, dann bleibt das Gesagte besser hängen.

Wie kann so eine Struktur aussehen? Wenn Du z.B. zwei Angebotsbereiche hast, kann das eine Gliederung sein. Eine andere wäre Angebot, Zielgruppe, Nutzen. Vielleicht gibt Dein Business auch was ganz anderes her. Denkbar ist zudem eine „künstlich“ geschaffene Struktur, wie z.B. das bei meinen Kund:innen beliebte „Ich stelle mich heute mal mit 3 Hashtags vor“.

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#4 Bitte kein Standardsprüchlein

Es gibt diese Menschen, die bei jeder Gelegenheit ihr auswendig gelerntes Pitch-Sprüchlein runterbeten. Immer gleich, egal wen sie vor sich stehen haben, egal welcher Anlass und Rahmen gegeben ist. Das wirkt leider oft ziemlich unpassend und schafft ein Gefühl von „der stellt sich gar nicht ein auf sein(e) Gegenüber“. Zum Beispiel als Coach möchtest Du solch einen Eindruck sicher nicht erwecken – wer will da schon mit Dir arbeiten?

Darum ganz wichtig: Achte aufs Drumrum und stell Dich flexibel darauf ein:

  • Zu wem sprichst Du und wie kannst Du diese Menschen am besten abholen?
  • Wie locker oder wie formal ist der Anlass?
  • Welcher Zeitrahmen steht Dir zur Verfügung?
  • Was aus Deinem Portfolio ist für diese Zuhörer:innen vielleicht besonders interessant, was eher unwichtig?

Um auf all diese Gegebenheiten flexibel eingehen zu können und gleichzeitig immer gut und wirkungsvoll zu pitchen, empfehle ich Dir mein Konzept des Corporate-Wording-Baukastens. Da hast Du gedanklich alles drin, was Du theoretisch in Deinem Pitch unterbringen könntest, und je nach Situation holst Du die passenden Bausteine raus. Ausführlich erkläre ich den Corporate-Wording-Baukasten auf meinem Youtube-Kanal.

#5 Fakten – weniger ist mehr

Natürlich möchtest und sollst Du Fakten liefern: Was bietest Du an, für wen, was ist der Nutzen? Die Basics Deiner Positionierung auf die absolute Essenz zusammengedampft. Als Grundlage fürs Fakten-Zusammenstellen hilft Dir mein Positionierungs-Puzzle: WER (Deine Einzigartigkeit) macht WAS (Dein Angebot) FÜR WEN (Deine Zielgruppe) WOZU (der Nutzen)?

Meine Erfahrung sagt allerdings: Überfrachte Deinen Pitch nicht mit Fakten! Anstatt aufgrund der Fülle der Infos hektisch durch Deinen Pitch zu hasten, lass lieber etwas weg – je nach Situation kann das beispielsweise die Zielgruppe sein, oder eine Angebotssäule, oder oder. Viel wichtiger als 100% Info ist, dass Dein Pitch Persönlichkeit zeigt! Denn das macht Dich unverwechselbar und bietet Anknüpfungspunkte fürs Entdecken von Gemeinsamkeiten.

#6 Und jetzt? – Der Abschluss

Nicht zuletzt ist ein Pitch dann gut, wenn am Schluss ein konkreter Call-to-Action steht, Du den Zuhörenden also eine Einladung aussprichst, was ein möglicher nächster Schritt ist, um sie näher in Deinen Kosmos herein zu holen. Das kann je nach Anlass beispielsweise sein:

  • ein Gesprächsangebot: „Wenn Du mehr wissen willst, lass uns gern nachher am Buffet ins Gespräch kommen“
  • die Aufforderung zur direkten Verknüpfung: „Vernetze Dich mit mir auf Linkedin“ / „Scan direkt den QR-Code auf meiner Visitenkarte, um Dich mit mir auf Linkedin zu vernetzen“
  • oder die Einladung zu einem anstehenden Event: „Komm nächste Woche in mein Webinar / zu meinem Vortrag“.

Dieser Abschluss ist hilfreich für beide Seiten: Die Zuhörenden bekommen einen konkreten Ansatzpunkt serviert, wie sie bei Dir andocken können. Und Du forcierst eben dieses Andocken, um bei den Menschen nicht nach Kurzem wieder „aus den Augen, aus dem Sinn“ zu sein. Schließlich sollen im besten Fall aus diesen Menschen früher oder später neue Kund:innen, begeisterte Empfehler:innen, interessante Kooperationspartner:innen werden!

Auf den Punkt: So geht ein guter Pitch

Kurz zusammengefasst meine Empfehlung für Deinen wirkungsvollen Elevator Pitch: Überleg Dir, zu wem und in welchem Rahmen Du sprichst und gestalte Deinen Pitch entsprechend! Starte mit einem knackigen Einstieg. Führe die Zuhörenden mit Struktur. Pack nicht zu viele Fakten rein. Ende mit einer klaren Handlungsaufforderung. Und above all: Lass Deine positive Energie spüren und zeig Persönlichkeit – damit DU authentisch wirkst und die Menschen anziehst, die zu Dir passen!

Üben, Ausprobieren, selbstbewusst Strahlen

Ich wünsche Dir, dass Du mit diesen Tipps Deinen Pitch auf ein neues Level bringen kannst. Und wie beim Sport ist es auch beim Pitch so: Von einmal die Trainingsübungen durchzulesen wirst Du kein:e Supersportler:in. Übung, Training ist gefragt!

Dafür gibt es mein Elevator-Pitch-Trainingscamp: ein geschützter Raum zum Pitch-Üben, Neues-Ausprobieren, Feedback-Bekommen, damit Du immer souveräner, sicherer und klarer wirst, und voller Selbstbewusstsein und strahlender Energie in Zukunft jede Gelegenheit nutzt, Dich & Dein Business wirkungsvoll vorzustellen.

Glaub mir: Und dann werden andere in der Netzwerkrunde bewundernd denken „Wow, so wie der/die möchte ich auch mal pitchen können!“ :-)

Einen Hauch von Elevator-Pitch-Trainingscamp-Luft kannst Du kostenlos schnuppern in der Elevator-Pitch-Edition meiner Köpfchen-Lounge. Nächste Gelegenheit ist am Freitag, 13.03.2026, um 08.15 Uhr. Hier kannst Du Dich in den Verteiler eintragen und bekommst dann rechtzeitig die Maileinladung! (Falls Du den Termin verpasst hast: 1x im Vierteljahr gibt’s die Gelegenheit, also trag Dich ruhig trotzdem gleich hier ein.)

Und wenn Du nicht so lange warten willst, dann informier Dich direkt hier mit allen Details über das Elevator-Pitch-Trainingscamp und schreib mir, wenn Du einsteigen willst. Für Deinen strahlenden Pitch, der begeistert und magnetisch neue Kund:innen anzieht – und sich so richtig gut anfühlt!


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