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Kenn‘ ich nicht, mag ich nicht!? – Impulse durch Unbekanntes

Bei einem spannenden Vortrag zum Thema „Querdenken“ von Anja Förster von Förster & Kreuz kürzlich habe ich mir eine Maxime mitgenommen: „Sich Unbekanntem aussetzen“. Iiih, Unbekanntes – das klingt für viele unangenehm, unbequem, unbehaglich. Ging mir ganz ähnlich. Denn irgendwie sind wir ja alle Gewohnheitstiere…

Allerdings leuchtet die These ein, dass man nur dann neue Impulse bekommt und Gewohntes in Frage stellt, wenn man jenseits des Altbekannten immer wieder neue Dinge sieht, neue Menschen kennenlernt, neue Eindrücke sammelt. Wenn man sich dieser Chance bewusst wird, dann verliert das „Sich-Unbekanntem-Aussetzen“ schon einen ganz ordentlichen Teil seines Schreckens.

Man kann ja klein und bei ganz alltäglichen Dingen anfangen und sich langsam steigern. Eine völlig willkürliche kleine Ideensammlung habe ich im Folgenden mal zusammengestellt:

  • Morgens einen anderen als den gewohnten Weg zur Arbeit nehmen
  • Durch einen Stadtteil spazieren, in dem man noch nie war
  • Ein Kunstmuseum besuchen, obwohl man mit Kunst gar nichts am Hut hat (oder eine Sportveranstaltung, oder ein Konzert…)
  • Seine Einkäufe in einem anderen Supermarkt machen als sonst
  • In der Kneipe ein Getränk nehmen, das man sonst nie trinkt
  • Alleine zu einer Veranstaltung gehen
  • Eine Nacht draußen auf dem Balkon schlafen (vielleicht nicht gerade bei den aktuellen Minustemperaturen)
  • Ein Buch aus einem Themengebiet lesen, mit dem man sonst wenig zu tun hat
  • Anstatt Hotelurlaub mal Campen gehen oder andersrum
  • Sich in Menschen reinversetzen, die man nicht besonders mag, und sich mal mit deren Gedankenwelt auseinandersetzen
  • Zu Hause mal das ein oder andere versuchen, blind zu erledigen (Zähneputzen, Kleider anziehen… – vielleicht besser nicht Zwiebeln schneiden, Blumen gießen…)
  • Barfuß durch den Schnee gehen

Die Liste ließe sich endlos fortsetzen – was haben Sie für Ideen? Posten Sie diese gerne in den Kommentaren!

Bei all diesen neuen Eindrücken und Impulsen kommt es dann ganz von selbst, dass Sie beginnen darüber nachzudenken, wie und wo diese Erkenntnisse vielleicht Ihr (unternehmerisches oder privates) Handeln und Verhalten beeinflussen können und sich Chancen für Veränderung und Weiterentwicklung auftun!

PS: Mir geht es übrigens so, dass ich allein durch das gedankliche „Schalter-Umlegen“ von unbekannt = unangenehm zu unbekannt = Chance an vieles Unbekannte wesentlich lockerer rangehe!

 

One comment on “Kenn‘ ich nicht, mag ich nicht!? – Impulse durch Unbekanntes

  1. Kinker Franz on said:

    Genau dieses Unbekannte ist doch das Salz in der Suppe, der Reiz des Lebens. Meine Frau und ich besuchten z.B. im Urlaub oder auch zu Hause eine ausländische Messe in der Kirche oder wagten uns an einen türkischen Junggesellenabschied teilzunehmen. Wir hatten die schönsten, bleibenden Erlebnisse und diese Eindrücke sind heute noch in angenehmer Erinnerung.
    Die Barfußwanderung im Schnee habe ich übrigens mit meinen Feriengästen schon geprobt. Nachdem der Bauer Franz nicht klein beigeben wollte lief dieser am längsten durch den Schnee und hatte am Ende Erfrierungen an den Zehen. Von den Gästen habe ich keine Reaktion erhalten….. trotzdem war es eine riesen Gaudi.