Eine Marke gehört nicht in die Schublade!

24. November 2015 | Laut gedacht

Was ein Unternehmen als Marke darstellen will, spiegelt sich im täglichen Denken und Handeln des Unternehmens bzw. der Unternehmensvertreter wider – sollte man meinen. Die Ergebnisse des „Deutschen Markenmonitors 2015“ zeichnen ein anderes Bild: Markenziele und gelebte Unternehmensrealität scheinen bei vielen Unternehmen hierzulande herzlich wenig miteinander zu tun zu haben. „Nur in knapp der Hälfte aller Unternehmen hat die Markenpositionierung Einfluss auf die Entscheidungen und Prozesse im Unternehmensalltag.“ Erschreckend, oder?

Und das, obwohl die Marke für „über 90 Prozent der Entscheider ein wesentlicher Faktor für den Unternehmenserfolg“ ist und strategische Markenführung für fast drei Viertel der Befragten  weiter an Bedeutung gewinnt.

Ja, liebe Unternehmer und Entscheider, dann müsst Ihr doch was ändern an diesem Zustand und die Marke aus der Schublade raus und rein ins Leben holen!

Geheimsache Marke?

Das Problem liegt aber ganz offensichtlich noch tiefer: 76 Prozent der Befragten sagen nämlich, dass ihrer Marke ein klares Profil fehlt. Und um weitere frappierende Ergebnisse aufzulisten:

  • Nur 40% glauben, dass ihre Kunden ein klares Bild ihrer Marke haben.
  • In 63% der Unternehmen kennen nicht alle Mitarbeiter die Markenpositionierung.
  • Vielleicht liegt das unter anderem daran, dass nur in etwa der Hälfte der Unternehmen eine schriftliche Dokumentation der Markenpositionierung für alle Mitarbeiter verfügbar ist?

Wenn ganz offensichtlich die „Großen“ hier erhebliche Schwierigkeiten haben, dann finde ich, ist das DIE Chance für kleinere Unternehmen und Mittelständler, die agil und nah am Leben sind, vorzumachen, wie es besser geht!

Was also tun?

  1. Erarbeiten Sie eine klare Positionierung und Markenziele und dokumentieren Sie diese schriftlich und am besten auch grafisch. Wie wär’s, schon in diesem Prozessschritt die Mitarbeiter einzubeziehen?
  2. Bringen Sie die Positionierung in die Köpfe – und Herzen! – Ihrer Mitarbeiter, machen Sie die Mitarbeiter zu Ihren Markenbotschaftern.
  3. Binden Sie die Marke konsequent in die Unternehmenskommunikation und den Unternehmensalltag ein. Ich erkläre meinen Kunden die Markenpositionierung immer als den „roten Faden“, der bei allen unternehmerischen Entscheidungen hilft und mit dem alles abgeglichen werden kann. Egal ob das die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Werbemaßnahme ist, die Überlegung, in neue Produktfelder zu expandieren oder die Frage, ob die Weihnachtsfeier lieber ein fröhlicher Umtrunk oder eine gemeinschaftliche soziale Aktion sein soll. Stellen Sie sich die Frage „Passt das zu unserer Marke?“ und die Entscheidung wird Ihnen leichter fallen.

Wenn Sie so konsequent Ihre Marke leben, dann werden auch Ihre Kunden ein klares Bild Ihrer Marke haben und Sie Ihre Markenziele wie Imagegewinn, Differenzierung zu den Wettbewerbern usw. erreichen.

Also: Lassen Sie Ihre Marke raus aus der Schublade und holen Sie sie mitten rein ins Leben!

PS: Der deutsche Markenmonitor 2015 beschreibt sich als „größte Entscheiderstudie Deutschlands“, befragt wurden 207 Markenmanager „mit der Verantwortung für die strategische Führung einer oder mehrerer Marken“.

Quelle aller Zahlen, Daten und Zitate: http://www.deutscher-markenmonitor.de/studie-gmk-markenberatung-rat-fuer-formgebung/

 

Hier bloggt das "Köpfchen"

Evelyn Großmann
Positionierungs-Coach &
Marketing-Expertin

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