Es soll einfach ein fluffiger Sommer-Blogbeitrag werden. Und gleichzeitig kein oberflächliches Blabla sein, sondern mit Tiefe, so wie Du es von mir kennst.
Was ich rüberbringen will, habe ich längst im Kopf. Wie ich es verpacke und wie ich es in einen Beitrag bringe, der nicht nur wahllos Gedanken aneinanderreiht, weiß ich gerade, während ich diese Zeilen schreibe, noch nicht.
Und trotzdem oder gerade deswegen schreibe ich jetzt ohne großes Konzept einfach los. Mal sehen, was dabei rauskommt und was Du für Dich mitnehmen kannst.
Die Idee
Mir fällt immer wieder auf, wie wenige Menschen eigentlich in Gesprächen echtes Interesse an ihren Gesprächspartnern haben. Viele hören nur zu, um möglichst bald darauf erwidern und von sich erzählen zu können. Auch mir selbst passiert das ab und zu.
Dabei kann echtes Zuhören so wertvoll sein. Zuhören und in dem, was ich höre, Anknüpfungspunkte finden, an denen ich genauer nachfragen möchte. Einfach neugierig sein.
Neugierig wie ein Kind
Ich weiß, dass ich ein neugieriges Kind war. Für die Menschen um mich herum war das sicher nicht immer einfach. Für mich selbst war es einfach Ausdruck meines allgegenwärtigen Wissensdrangs, des Alles-Verstehen-Wollens. Und so konnte ich es auch trotz häufig gehörter „Sei doch nicht immer so neugierig“-Sätze nicht einfach bleiben lassen.
Heute sehe ich die Neugier in meinen Kindern genauso wie damals bei mir, und ich freue mich darüber, beantworte (meist) geduldig ihre Fragen und ermutige sie, Dinge ergründen zu wollen und zu hinterfragen und sich möglichst wertfrei auf Gespräche mit Menschen einzulassen.
Und ich bin dankbar, dass ich mir meine eigene Neugier erhalten habe, auch wenn ich lange dachte, sie wäre „zuviel“. Ist sie nicht.
Vielmehr ist sie heute ein wertvoller Teil meiner Arbeit. Denn nur wenn ich in unserer Zusammenarbeit Dich als meine:n Kund:in wirklich verstehe, in Deine Geschichte mit echtem Interesse eintauche, kann ich mit Dir das hervorbringen, was tief in Dir schlummert und was für Deine echte, klare Positionierung so wichtig ist.
In jeder Geschichte steckt ein Impuls
Mir kommt bei diesem Einlassen auf Gespräche, diesem ehrlichen Zuhören und Versuch des Reinfühlens, immer wieder das Zitat von Mark Twain in den Sinn:
An open mind leaves a chance for someone to drop a worthwhile thought in it.
Wenn ich offen bin, dann kann ich aus jeder Geschichte etwas mitnehmen, was für mich wertvoll ist und wie ein Impuls in einem Kugelstoß-Pendel weiterwirkt:
- Eine neue Perspektive auf eine Situation.
- Das dankbare Bewusstmachen, dass mir etwas leicht fällt, was für andere eine Herausforderung darstellt.
- Eine Leichtigkeit, die jemand in einer Situation verströmt, die mir selbst Ängste bereiten würde.
- …
Und selbst wenn ich mal nicht direkt einen spürbaren Impuls mitnehme – dann darf auch die Freude am Gespräch, am Austausch, am „Dem-anderen-Gehör-geschenkt-haben“ für mich selbst Geschenk genug sein.
Einladung für die Sommer- und Urlaubszeit
Im Sommer, im Urlaub, ticken die Uhren etwas langsamer. Perfekt, um sich genau auf solche absichtslosen Gespräche einzulassen, für die man im hektischen Alltag gar keine Zeit, „keinen Kopf“ hat. Einfach mal neugierig zu sein, was sie so an Impulsen bringen. Wäre das nicht ein schöner Vorsatz für die Urlaubszeit?
Gespräche warten überall
Wenn Du Dich jetzt fragst, wo solche Gesprächssituationen sich denn ergeben sollen: Sie können überall sein.
- Es können Gespräche mit Menschen sein, die Du schon kennst, aber auf die Du Dich auf neue Art einlässt. Indem Du Raum für Tiefe aufmachst: Mit einer ungewöhnlichen Frage. Mit längerem Schweigen. Mit kindlicher Neugier.
- Es können Gespräche sein, die als scheinbar belangloser Smalltalk mit Unbekannten starten: Mit dem Nachbar auf dem Campingplatz. Mit der Person vor Dir in der Eisdielen-Schlange. Mit dem Wanderer, der neben Dir am Bergsee die Füße ins kühle Wasser streckt.
Was, wenn Du Dich in all diesen Situationen einfach mal bewusst für Gespräche öffnest? Ohne Ziel, ohne Zeitdruck, ohne Erwartungshaltung. Wertfrei. Wohlwollend. Neugierig.
Vielleicht nimmst Du ganz wunderbare Impulse mit. Vielleicht einfach nur die Freude an einem guten Gespräch. Beides wäre doch ein schönes Mitbringsel aus dem Sommer.
Ich jedenfalls nehme mir das für diesen Sommer und meinen Urlaub ganz bewusst vor. Und freue mich auf alles, was daraus entsteht!
Berichte mir sehr gern, was meine Sommergedanken für Deinen Sommer bewegt und bewirkt haben – ich bin neugierig ;-)







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