Innerlich beißt Du Dir auf die Zunge. Denn gerade – beim Netzwerkevent, im Gespräch mit einem potentiellen Kunden, in einer Situation im privaten Alltag – hast Du wieder mal eine Chance verpasst, Dich und Dein Business kurz und knackig vorzustellen und neugierig zu machen. Du hast ausschweifend erzählt und bist vom einen zum anderen gekommen. Oder Du hast nur einen Satz gesagt und dann war Leere. Egal wie – definitiv hast Du gefühlt nicht auf den Punkt gebracht, was Dich einzigartig und wertvoll macht, hast Deinen Elevator Pitch mal wieder „versemmelt“.
„Ich bring’s einfach nicht auf den Punkt.“ Dieses Gefühl, diesen Satz höre ich so oft. Von klugen, erfahrenen Unternehmerinnen, die viel wissen und viel zu bieten haben. Und die regelmäßig an diesem Punkt weit hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben.
Gedanken, die Du vielleicht kennst
Was diese Frauen (und es sind ganz überwiegend Frauen, die diese Gedanken haben) dann über sich denken, ist sowas wie:
- Ich kann halt nicht so gut reden.
- Ich kann mich einfach nicht verkaufen.
- Im entscheidenden Moment fehlen mir immer die richtigen Worte.
- Ich bin wohl dafür einfach nicht gemacht.
- …
Sie halten sich nicht für die geborenen Rednerinnen, wittern kommunikative Defizite, tragen sich mit dem Gedanken, mal ein Kommunikationsseminar zu buchen.
Ups! Das ist kein Kommunikationsproblem
In Wirklichkeit ist dieses Thema aber in ganz vielen Fällen gar kein „Ich kann nicht gut reden“-Problem! Sondern es geht viel tiefer: Es ist ein Spiegel dafür, dass in diesen Frauen ganz viele Themen präsent sind, ganz viel Knowhow zusammenkommt und gleichzeitig kein klarer Fokus da ist. Es fehlt eine klare Struktur der Themen, es fehlt die Entscheidung, was im „Schaufenster“ stehen soll, es fehlt das Dach, das verbindend über allem steht.
Sie wollen schlicht zu viel auf einmal rüberbringen, in der Hoffnung, dass das Gegenüber dann irgendwo schon andocken wird.
„Hochrisikogruppe“: Frauen 40+ und 50+
Gerade meine Lieblingskundinnen, erfahrene Frauen 40+ oder 50+ wie Du, haben mit dieser Herausforderung zu kämpfen. Sie bringen viele Jahre Berufserfahrung in unterschiedlichen Positionen mit. Sie haben oft viele Aus- und Weiterbildungen absolviert und verfügen über eine enorme fachliche Kompetenz. Sie haben häufig komplexe Lebenswege und haben in ihrem Leben schon viele Rollen übernommen, beruflich wie privat. Daraus bringen sie eine Vielzahl an Soft Skills mit, die sie befähigen, vielen Menschen in unterschiedlichsten Situationen helfen zu können.
Definitiv sind sie, bist Du, weit mehr als „nur Coach“, „nur Beraterin“ oder „nur Dienstleisterin“ in einem begrenzten Feld. Und genau das macht es so schwierig.
Der Pitch als Symptom
Dass sich Dein Elevator Pitch so anfühlt wie eingangs beschrieben, ist also nichts anderes als ein Symptom dieser nicht sortierten Vielfalt, die Du mit Dir herumträgst! Eine Kurzvorstellung von einer oder zwei Minuten zwingt Dich, Entscheidungen zu treffen, die Du bisher nicht getroffen hast:
- Entscheidungen, welche Schwerpunkte Du setzt
- Entscheidungen, welche Dinge Du weglässt
- Entscheidungen, wie Du Komplexität reduzierst
Und das fällt Dir schwer – weil Du so viel zu sagen und zu bieten hast. Aber genau diese innere Klarheit über das, was sichtbar werden soll, ist der Knackpunkt für Deinen guten Elevator Pitch. Ausgefeilte Formulierungen und rhetorische Instrumente kommen viel später.
Positionierungs-Klarheit als Fundament
Das Fundament für Deinen klaren Elevator Pitch ist also Klarheit dahinter. Das Sortieren von all den Mosaiksteinen, die da sind – Erfahrungen, Kompetenzen, Stärken, Leidenschaften. Das Erkennen, wo Du den größten Mehrwert lieferst. Das Reinfühlen, wo Du den meisten Spaß hast. Das Evaluieren, was der Markt braucht. Und daraus schließlich das Priorisieren, was in Dein Schaufenster soll.

Klarheit bringt Sicherheit bringt Selbstbewusstsein
Das ist keine Aufgabe, die mal eben in einem Stündchen bei ’nem Kaffee erledigt ist – das geht tiefer. Daran arbeite ich mit Dir in strategischer 1:1-Begleitung. Begleitung, mit der Du inhaltlich-strategisch augenöffnende Klarheits-Sprünge machst. Begleitung, die – neben dem inhaltlich-strategischen – nichts weniger als Persönlichkeitsentwicklung ist. Denn durch die inhaltliche Klarheit gewinnst Du ganz viel Sicherheit. Diese Sicherheit zeigt sich in gestärktem Selbstbewusstsein. Und sie bringt allein dadurch – ohne dass wir am Pitch selbst und seinen Formulierungen schon gearbeitet haben – einen viel kraftvolleren und wirkungsvolleren Pitch hervor als bisher.
Mein Angebot für Dich: Gespräch als erster Schritt
Wenn Du Dich in dieser Beschreibung wiedererkannt hast, diese Probleme sich „genau nach Deinen“ angefühlt haben und Du da jetzt ansetzen möchtest, dann lass uns persönlich drüber sprechen.
Du erzählst mir, was Dich am meisten beschäftigt in Sachen Pitch und Vielfalt und Fokus-Finden. Und ich hör aufmerksam zu und gebe Dir Möglichkeiten, wie an dem Punkt unsere gemeinsame Arbeit beginnen kann.







0 Kommentare