Was ist für Dich ein perfekter Pitch?
Ist ein perfekter Pitch einer, bei dem jedes Wort sitzt, jeder Satz perfekt formuliert ist und alles drinsteckt, was Dich und Dein Business ausmacht?
Dieses Ideal wird einem da draußen oft vermittelt und als Herangehensweise gelehrt: Erarbeite ein perfekt formuliertes Sprüchlein, das Du auswendig lernst und überall dort zum Einsatz bringst, wo es heißt „Stell Dich mal kurz vor“.
Ist das sinnvoll? Und, falls Du’s schon mal ausprobiert hast: Fühlt sich das stimmig an, fühlst Du Dich damit wohl?
Ich glaube: Nein. Und erkläre Dir auch, warum :-)
Warum ein perfekter Pitch keine gute Idee ist
Er klingt schnell auswendig gelernt.
Oft merkt man’s am Tonfall, oder am konzentrierten Blick, ja nichts zu vergessen, dass jemand ein auswendig gelerntes Sprüchlein „runterbetet“. Oder an den allzu glatten Formulierungen. Das lässt Zuhörende eher abschalten und gedanklich abschweifen – anstatt dass sie Dir neugierig bis zum Schluss folgen.
Er ist unflexibel.
Ein fertiger Text kann ja nur für eine Situation wirklich ideal passen. Aber was, wenn Du statt 60 Sekunden nur 30 zur Verfügung hast? Was wenn Dein Gegenüber anders fragt und Dein Einstieg dann nicht passt? Oder wenn Du mit jemandem sprichst, für den Du einen ganz anderen Aspekt Deines Angebots in den Vordergrund stellen willst?
Dann wird’s schwierig mit dem fertigen Sprüchlein.
Er wirkt weniger authentisch.
Perfekt formuliert wirkt unnahbar, weil’s nie wie Deine Alltagssprache klingt. Viel nahbarer bist Du, wenn Du natürlich in Deiner Sprache sprichst, wenn Du vielleicht auch mal einen Satz grammatikalisch nicht perfekt zu Ende bringst, aber wenn man dafür Deine Lebendigkeit des Moments spürt. Dann wirst Du als Persönlichkeit hinter dem Pitch authentisch spürbar.
Er lenkt Deinen Fokus in die falsche Richtung.
Wenn Du Deinen Pitch möglichst fehlerfrei aufsagen möchtest, bist Du gedanklich vor allem mit Dir selbst beschäftigt: War das jetzt richtig formuliert? Wie geht der nächste Satz noch mal? Habe ich nichts vergessen? Dabei sollte Deine Aufmerksamkeit eigentlich ganz woanders liegen – nämlich bei Deinem Gegenüber und der jeweiligen Situation.
Er ist schneller veraltet, als Du gucken kannst ;-)
Du und Dein Business, Ihr entwickelt Euch stetig weiter: Ein neues Angebot kommt dazu, Deine Zielgruppe verändert sich, andere Stärken treten in den Vordergrund. D.h. es sind ständig Anpassungen für Dein Sprüchlein notwendig, wenn Du willst, dass es up to date bleibt. Ziemlich mühsam, ständig neu zu feilen.
Also einfach drauflos reden?
Natürlich nicht :-)
Denn wenn Du jedes Mal aufs Neue überlegst, was Du eigentlich sagen möchtest, wirst Du kaum eine konsistente (Personen-)Marke aufbauen. Und die Gefahr, dass Du Dich verzettelst und womöglich was Wichtiges vergisst, ist ziemlich groß.
Was Du also brauchst, ist ein flexibler Ansatz: Der Pitch-Baukasten.
Der Pitch-Baukasten: Klare Botschaft & flexible Gestaltung
Stell Dir vor, Du hast in Bausteinform alles, was für Deinen Pitch wichtig ist, einmal sauber erarbeitet:
Du weißt, wer Du bist, was Du anbietest, für wen Du arbeitest und welchen Nutzen Deine Kund:innen davon haben. Du kennst Deine zentralen Botschaften und hast passende Begriffe und Formulierungen für alles entwickelt.
Zudem hast Du verschiedene Möglichkeiten, in ein Gespräch einzusteigen, Deinen Pitch zu strukturieren und am Schluss mit einer Einladung oder einem konkreten nächsten Schritt abzuschließen.
Von diesen Bausteinen nimmst Du Dir dann je nach Situation genau die, die gerade sinnvoll sind. Oder kannst in einem Dialog Schritt für Schritt noch mehr Bausteine zum Einsatz bringen.
Du hast also keinen fertigen Text, sondern ein flexibles Repertoire, auf das Du zurückgreifen kannst.

Das hat echt viele Vorteile
1) Du bleibst authentisch.
Frei formuliert, natürlich, Deine eigene Sprache. Nicht jeder Satz perfekt, dafür Fokus auf den Inhalt und 100% Du. Das schafft Verbindung.
2) Du bleibst flexibel.
Egal was/wer kommt und was der Pitch-Anlass ist: Du kannst Dich flexibel auf die Situation einstellen. Deine Inhalte sind beweglich, Deine Botschaft bleibt klar.
3) Du bleibst wiedererkennbar.
Flexibel heißt nicht beliebig. Bestimmte Begriffe, Formulierungen und Kernaussagen ziehen sich wie ein roter Faden durch Deine Kommunikation und bilden Deine Markensprache. Das sorgt dafür, dass Menschen Dich und Dein Business besser einordnen und wiedererkennen können.
4) Du gewinnst Sicherheit.
Deine Bausteine geben Dir Halt, weil Du nicht jedes Mal bei Null anfängst. Mit zunehmender Routine nutzt Du Deinen Baukasten immer virtuoser und strahlst immer mehr Souveränität aus.
All das macht aus meiner Sicht einen richtig guten („perfekten“) Pitch aus – das ist nämlich einer, dem man auf den ersten Blick gar nicht „ansieht“, dass es ein Pitch ist, und der trotzdem und gerade deswegen umso wirkungsvoller ist!
Wie kommst Du zu Deinem persönlichen Baukasten?
- Grundlage: Deine Positionierung
Klarheit in der Positionierung ist das Fundament – nicht nur für Deinen Pitch, sondern für Dein gesamtes Business. Dafür lege ich Dir mein Positionierungs-Puzzle ans Herz. Und wenn Du allein nicht zu Klarheit findest, darfst Du mich natürlich gern dazuholen.
- „Corporate Keywords“ und Dramaturgie
Aus der Positionierung leitest Du Deine zentralen Sprachbausteine – ich nenne sie „Corporate Keywords“ – ab. Dazu kommen Elemente für die „Dramaturgie“: verschiedene Möglichkeiten, in Deinen Pitch einzusteigen, ihn zu strukturieren, und ihn mit einem passenden Call-to-Action zielführend abzuschließen.
So hast Du einen Werkzeugkasten, mit dem Du für alle Situationen ausgerüstet bist.
Und dann? Üben, ausprobieren, Erfahrungen sammeln und Routine bekommen!
Routine ja – aber wie?
Idealerweise baust Du Dir diese Routine nicht erst in realen Situationen auf, in denen es „um was geht“, sondern schon vorher.
Wie das gehen soll? Genau dafür habe ich einen Ort geschaffen, einen geschützten Raum, in dem Du üben und Dich ausprobieren kannst, Feedback bekommst und so Deinen Pitch-Baukasten und Deine Pitch-Souveränität immer weiter verfeinerst:
Das Elevator-Pitch-Trainingscamp
Was genau Dich dort erwartet und was es Dir bringt, erfährst Du hier:
Damit Du nie mehr denkst, dass Du endlich den perfekten Pitch brauchst – weil Du was viel Besseres hast, nämlich den perfekten Pitch-Baukasten – mit dem Du Dich sicher fühlst und einfach DU sein kannst.







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