Positionierung mit KI entwickeln? Warum Du damit keine echte Klarheit kriegst

29. Juni 2026 | Positionierung

Sehr viele Wanderwegweiser vor einem Wald als Symbol für fehlende Klarheit und zu viele Möglichkeiten

Du spürst, dass Deine Positionierung aktuell nicht klar genug ist.

Vielleicht noch nicht, wenn Du in der Anfangsphase Deines Business bist, weil Du zum Beispiel gerade aus einer Konzernlaufbahn mit 20 Jahren Erfahrung und 1000 Kompetenzen in Deine Coaching-Selbstständigkeit startest.

Vielleicht nicht mehr, weil Du schon seit 20 Jahren als Coach, Berater:in, Trainer:in selbständig bist und sich so viele Kompetenzfelder, Weiterbildungen und Tools angesammelt haben, dass Du das überhaupt nicht mehr klar nach außen kommuniziert kriegst.

So oder so wünschst Du Dir mehr Klarheit.

Dann hast Du bestimmt schon mit ChatGPT, Claude & Co. versucht, in Sachen Positionierung genau dahin, nämlich zu mehr Klarheit, zu kommen.

Mit dem Ergebnis, dass es sich kurz nach „Wow, das klingt toll, das ist es jetzt!“ angefühlt hat … und Du zwei Tage später wieder völlig verunsichert in ein tiefes Loch gefallen bist.

Glaub mir: Das liegt nicht daran, dass Du „zu schlecht promptest“ oder etwas falsch machst.

Deine Positionierung allein mit KI zu entwickeln, führt fast nie zu echter Klarheit.

Ich erkläre Dir in diesem Beitrag, woran das liegt und warum echte Klarheit in der Positionierung mehr braucht als KI-Antworten. Nämlich ein Gegenüber, das die richtigen Fragen stellt, Raum für echte Reflexion schafft und Dich dahin bringt, mutig Entscheidungen zu treffen, statt immer noch mehr Möglichkeiten zu sammeln.

1) KI bleibt an der Oberfläche

KI kommt nur so tief, wie die Informationen, die sie von Dir hat, und die Fragen, die sie gestellt bekommt, es erlauben. Sie antwortet nach mathematischen Gesetzmäßigkeiten auf das, was Du eingibst, nicht auf das, was Du vielleicht „dahinter“ damit meinst oder selbst noch gar nicht so ganz greifen kannst.

2) KI denkt nicht um die Ecke

KI reproduziert schon Dagewesenes, erkennt Muster, liefert kraft ihrer Funktionsweise immer das Wahrscheinlichste. Echte Positionierung lebt aber oft vom Um-die-Ecke-Denken, von bewussten Brüchen in bekannten Mustern, von neuen Kombinationen und originellen Ideen.

3) KI stellt nicht die Fragen, die wehtun

KI neigt dazu, Dich zu bestätigen (auch wenn Du sie natürlich explizit bitten kannst, Dich kritisch herauszufordern). Sie stellt nicht wie ein Mensch an den Stellen, wo’s wehtut, die richtigen kritischen, irritierenden Fragen und bohrt mit Feingefühl nach, so dass echte Tiefe in der Reflexion möglich wird. Dabei warten genau hier oft entscheidende Erkenntnisse oder Wendepunkte.

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4) KI fühlt Dich nicht

Ein Mensch fühlt im Gespräch, welche Energie mitschwingt, er kann Dich viel umfassender begreifen. Dein Gesichtsausdruck, Dein Zögern, Deine Botschaften zwischen den Zeilen – all das sind wertvolle Hinweise, die KI nicht erfassen kann. Damit bleibt Euer Arbeiten auf einer rein inhaltlich-sachlichen Ebene, auch wenn KI manchmal den Eindruck erweckt, „mitfühlen“ zu können.

5) KI produziert Möglichkeiten, keine Entscheidungen

Positionierung bedeutet Entscheidungen treffen. KI trifft aber keine Entscheidung für Dich (Entscheidungen solltest Du Dir auch definitiv nicht von der KI abnehmen lassen!). Vielmehr produziert sie bei jeder Rückfrage, bei jeder weiteren Schleife neue Möglichkeiten. Damit schafft sie für Dich mehr Unsicherheit und Verwirrung als Fokus und Klarheit. Sie entfernt Dich also eher von einer Entscheidung, als Dich wohlwollend dorthin zu begleiten und zu bestärken.

Positionierung = Aussortieren = Entscheidungen

Der vorangegangene Punkt 5) ist der, der im gesamten Positionierungsprozess der große Stolperstein ist. Denn KI liefert Dir Optionen, verhilft zu Denkanstößen, generiert Ideen. Eine klare Positionierung formt sich aber Schritt für Schritt durchs Abwägen und Aussortieren.

Und Aussortieren bedeutet, unzählige kleine und größere Entscheidungen zu treffen. Das ist vermutlich die Aufgabe, bei der Du Dich bisher verloren und überfordert gefühlt hast.

Mehr Qualität, mehr Klarheit

Ich möchte Dir keinesfalls davon abraten, im Positionierungsprozess KI zu Hilfe zu nehmen. Gleichzeitig hat Dir der Beitrag gezeigt, an welchen Punkten KI an Grenzen stößt und wo ein Mensch/Positionierungs-Coach dem Prozess die Qualität gibt, die den Unterschied macht und die Du Dir vermutlich wünschst.

Eine Qualität, die Dich tiefgehend und umfassend zu einer klaren Positionierung führt, und vor allem zu einer Positionierung, die sich für Dich wirklich von innen heraus stimmig anfühlt und damit auch nachhaltig Bestand hat.

Du, KI und Deine Positionierung: Erzähl mal

Wenn Du beim Lesen gemerkt hast „Ja, genau so fühlt sich das bei mir an“ und nicht noch zehn weitere frustrierend-ergebnislose Prompting-Runden drehen willst, dann lass uns reden.

Du erzählst mir, wo Du gerade stehst, was Du schon ausprobiert hast, und wir schauen, ob ich die Richtige bin, um mit Dir den Qualitätssprung zu machen zu echter, nachhaltiger Positionierungs-Klarheit.

Damit Du zielgerichtet in Deinem Business vorwärtsgehen und in Deiner Kommunikation nach außen klar und selbstbewusst auftreten kannst.

Hier kannst Du Deinen unverbindlichen Erstgesprächs-Termin mit mir reservieren:


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Evelyn Großmann
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